von admin-SRannetsberger | Sep. 23, 2024 | Trinkwasserhygiene
Blei kann als toxisches Schwermetall verheerende Folgen für unsere Gesundheit mit sich bringen. Aus dieVon Grippesymptomen bis hin zu schweren Lungenentzündungen: Eine Erkrankung durch Legionellen kann häufig einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zu Todesfällen bei Risikogruppen mit sich bringen. Umso wichtiger ist es, bei einer Kontamination entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um eine Übertragung und Infektion mit Legionellen zu verhindern. Liegt ein positiver Legionellen-Befund und ein akutes Duschverbot vor, können Legionellenfilter einen wirkungsvollen Schutz vor einer Infektion darstellen und die weitere Nutzung der Trinkwasser-Installation gewährleisten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen auf, was hinter den Filtern steckt, wie sie eingesetzt werden und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen können.
Was sind Legionellenfilter?
Bei Legionellenfiltern handelt es sich um Membranfilter, die speziell für die Entfernung von Legionellen und anderen schädlichen Bakterien aus dem Trinkwasser entwickelt wurden. Eine Legionelleninfektion entsteht, wenn kleinste Wasserteilchen, sogenannte Aerosole, durch den Wasserdampf eingeatmet werden. Legionellenfilter werden also überall dort eingesetzt, wo es zu einer Vernebelung von Trinkwasser kommt. Durch das Prinzip der Mikrofiltration werden die Bakterien und andere Schadstoffe gestoppt und aus dem Wasser gefiltert. Je nach Anwendung und Einsatzort gibt es unterschiedliche Filter, die verwendet werden können. So gibt es Legionellenfilter, die bereits direkt im Duschkopf integriert sind, eigenständige Filter, die flexibel an den Wasserhahn angebracht werden können, sowie Legionellenfilter als selbstständige Armaturen.
Kriterien für Legionellenfilter
Das von Legionellenfiltern gefilterte Wasser muss die internationale Norm für steril gefiltertes Wasser erfüllen. Laut dieser muss gewährleistet sein, dass selbst kleine Mikroorganellen durch den Filter aufgehalten werden und das gefilterte Wasser nachweislich steril ist. Um zu verhindern, dass Legionellen mit dem Wasser in die Luft gelangen, muss die Membran des Filters dabei eine sehr geringe Porenweite aufweisen. Diese muss kleiner als die Größe der Bakterien sein, um sie effektiv auffangen zu können. Das heißt, die Membranen müssen eine Porenweite von unter 0,05 µm aufweisen, um Legionellen erfolgreich zu stoppen.
Legionellenfilter: Das sind die Vorteile
Der wohl größte Vorteil, der mit dem Einsatz von Legionellenfiltern einhergeht, ist das reduzierte Gesundheitsrisiko für die Verbraucher. Durch das Abfangen der Bakterien aus dem Trinkwasser kann die Ausbreitung der Legionellen und das Risiko einer Legionärskrankheit verhindert werden. Damit einher geht auch eine Verbesserung der Wasserqualität, da die Filter nicht nur Legionellen, sondern auch andere Bakterien, Keime und Schadstoffe aus dem Wasser entfernen und somit sowohl für sicheres als auch sauberes Trinkwasser sorgen. Zudem bleiben auch die Zusammensetzung und der Geschmack des Wassers, im Gegensatz zu anderen Maßnahmen wie der chemischen Desinfektion von Trinkwasser-Installationen, unverändert.
Endständige Filter können außerdem einfach und schnell an Duschköpfen oder Wasserhähnen installiert werden. Im Vergleich zu anderen Maßnahmen gegen Legionellen benötigen die Filter keine aufwändigen Änderungen in der Trinkwasser-Installation und eignen sich daher besonders als Sofortmaßnahme bei einer Kontamination. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn das Gesundheitsamt bei einer Legionellenbelastung Maßnahmen wie ein Dusch- oder Nutzungsverbot der Entnahmestellen verhängt. Durch den Einsatz der Filter ist eine weitere Nutzung der Trinkwasser-Installation auch bei einer Überschreitung der Grenzwerte möglich.
Legionellenfilter: Das sind die Nachteile
Ein Nachteil der Legionellenfilter ist, dass sie zwar verhindern, dass das Bakterium nicht mit dem Wasser an die Luft gelangt, jedoch verhindern sie nicht die Ausbreitung der Legionellen in der Trinkwasser-Installation. Aus diesem Grund kann bei Legionellenfiltern nur von einer vorübergehenden Lösung gesprochen werden. Außerdem kann sich auf den Filtern innerhalb mehrerer Wochen ein Biofilm und somit ein optimaler Nährboden für Bakterien bilden. Damit einher geht ein erhöhter Wartungsbedarf der Filter. Nach spätestens 6 Wochen ist eine Reinigung der Filter nötig, um den Schutz für die Verbraucher weiterhin garantieren zu können. Ein weiterer Nachteil ist eine mögliche Verringerung des Wasserdrucks. Die Filter können den Wasserfluss in der Leitung einschränken und somit zu einem geringeren Wasserdruck führen. Besonders in großen Gebäuden und Anlagen kann dies zu einem Problem werden.
Fazit zu Legionellenfiltern
Soll ein Wasserfilter zum Schutz vor Legionellen eingesetzt werden, muss dieser entsprechend getestet und zertifiziert sein. Die Installation der Legionellenfilter setzt auch eine gewisse Planung und Wartung voraus, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Filter zu garantieren. Fakt ist: Legionellenfilter stellen eine wirksame Übergangslösung für Trinkwasser-Installationen dar, um die Wasserversorgung auch während der Sanierungsarbeiten sicherzustellen. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass Legionellenfilter keine dauerhafte Lösung darstellen und eine langfristige Beseitigung der Ursachen des Legionellenbefalls nötig ist. Wir von der activ consult berlin GmbH helfen Ihnen dabei gerne weiter und finden die passenden Lösungen für Sie.
von admin-SRannetsberger | Sep. 23, 2024 | Trinkwasserhygiene
Blei kann als toxisches Schwermetall verheerende Folgen für unsere Gesundheit mit sich bringen. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag, was genau hinter dem Metall steckt, welche Ursachen und Folgen Blei im Trinkwasser mit sich bringen kann und wie Sie mithilfe der activ consult berlin GmbH dagegen vorgehen können.
Was ist Blei?
Bei Blei handelt es sich um ein chemisches Element, das zu der Gruppe der schweren Metalle zählt. Es kommt seit Jahrhunderten von Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz, unter anderem bei der Herstellung von Münzen oder als Lötmittel in der Elektronik. Früher wurde Blei zahlreich in Wasserleitungen eingebaut. Aufgrund des Gesundheitsrisikos, das von dem Schwermetall ausgeht, sind Bleirohre seit 2013 in Trinkwasser-Installationen mittlerweile verboten.
Blei im Trinkwasser: Das sind die Ursachen
Die Ursachen von Blei im Trinkwasser sind vielfältig. Zu den Hauptursachen kann jedoch die Korrosion von alten Bleirohren gezählt werden. Diese wurden besonders häufig in älteren Gebäuden, die vor 1973 erbaut wurden, verwendet. Aber auch Lötverbindungen, die aus bleihaltigem Lot sind und in Wasserleitungen verwendet wurden, können zu einem erhöhten Bleigehalt im Trinkwasser führen. Zudem kann Blei auch aus Armaturen oder anderen Bauteilen in der Trinkwasser-Installation stammen.
Folgen von Blei im Trinkwasser
Blei im Trinkwasser stellt vor allem für Kleinkinder oder schwangere Frauen eine Gefahr dar. Der Grund dafür ist, dass das Nervensystem besonders empfindlich auf das Schwermetall reagiert. Laut Gesundheitsamt kann eine erhöhte Aufnahme von Blei in Kleinkindern langfristige und schwerwiegende Schäden, wie Bluthochdruck, Nierenschäden und eine Schädigung des Nervensystems mit sich bringen. Kurzfristige Folgen einer Bleivergiftung können zudem Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit sowie Gedächtnisprobleme sein.
Blei im Trinkwasser: Heute noch ein Problem?
Wie vorhin bereits erwähnt, sind Gebäude, die nach 1973 errichtet wurden, nicht mehr von der Bleiproblematik betroffen. Aber auch schon davor wurden längst nicht mehr in allen Häusern Bleileitungen eingesetzt. So kam in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts kein Blei in Trinkwasser-Installationen mehr zum Einsatz. In Nord- und Ostdeutschland hingegen wurden sie teilweise noch bis Anfang der 1970er Jahre eingesetzt. Heute ist Blei im Trinkwasser somit weniger ein Problem als noch vor einigen Jahrzehnten. Ab den 1970er Jahren wurde die Verwendung von Bleirohren und bleihaltigem Lötmaterial schrittweise verboten. Dabei wurden die Materialien allmählich aus den jeweiligen Gebäuden entfernt und ersetzt. In Deutschland können einige Gebäude jedoch immer noch Bleirohre oder bleihaltige Lötverbindungen enthalten.
Handlungsmöglichkeiten gegen Blei im Trinkwasser
Um effektiv gegen Blei im Trinkwasser vorzugehen, können mehrere Schritte eingeleitet werden. Wir geben Ihnen einen Einblick in die wichtigsten Maßnahmen:
- Bleiwert überprüfen lassen: Um eine Bleibelastung festzustellen, gilt es insbesondere in älteren Gebäuden die Trinkwasser-Installation regelmäßig darauf untersuchen zu lassen. In der Trinkwasserverordnung wird aktuell ein Bleigehalt von 10 Mikrogramm pro Liter als Grenzwert festgelegt, welcher nicht überschritten werden sollte. Um eine fachgerechte Überprüfung des Trinkwassers durchführen zu lassen, muss auf eine ordnungsgemäße Probeentnahme geachtet werden. Diese sollte nur von geschultem Personal entnommen und von einem zugelassenen Labor untersucht werden.
- Austausch der Rohre: Wird eine Überschreitung des Grenzwertes festgestellt, müssen die Bleirohre oder das bleihaltige Lötmaterial gefunden und so schnell wie möglich durch moderne Materialien ersetzt werden.
- Spülmaßnahmen: Durch Stagnation kann der Bleigehalt im Wasser über den angegebenen Grenzwert hinausgehen. Ganz unabhängig von einer möglichen Bleibelastung gilt es, bei längerer Abwesenheit oder geringer Nutzung der Entnahmestellen das Stagnationswasser ablaufen zu lassen. Einen Schutz gegen festgestelltes Blei im Trinkwasser kann jedoch nur der Ersatz der Bleirohre bieten.
- Einsatz von Filtern: Auch Wasserfilter können dazu beitragen, Blei aus dem Trinkwasser zu entfernen. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass diese regelmäßig gewartet und ausgetauscht werden müssen und keine absolute Lösung gegen Blei im Trinkwasser darstellen.
Fazit zu Blei im Trinkwasser
Mittlerweile stellt Blei im Trinkwasser kein großes Problem in Deutschland mehr dar. Entscheidend ist dennoch, eine regelmäßige Überprüfung durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Bleibelastung insbesondere in älteren Gebäuden so gering wie möglich ist und kein Gesundheitsrisiko für die Verbraucher besteht. Als Experten für Trinkwassersicherheit und -hygiene stehen wir von der activ consult berlin GmbH Ihnen hier zur Seite. Wir kümmern uns um eine fachgerechte Probenahme in Ihrer Trinkwasser-Installation und erstellen Ihnen eine Analyse mit Bericht durch das akkreditierte Labor. Darin erhalten Sie auch Informationen über das weitere Vorgehen im Falle einer Grenzwertüberschreitung sowie einen entsprechenden Maßnahmenplan – für eine ganzheitliche Lösung und eine garantierte Sicherheit Ihres Trinkwassers.
von admin-SRannetsberger | Sep. 23, 2024 | Trinkwasserhygiene
Bei einer Gefährdungsanalyse handelt es sich um ein Verfahren, bei dem potenzielle Risiken in Ihrer Trinkwasser-Installation identifiziert und bewertet werden. Das Ziel der Analyse ist es zunächst herauszufinden, welche Gefährdungen die Qualität und Sicherheit Ihres Trinkwassers beeinträchtigen können. Anhand der Gefährdungen gilt es anschließend Maßnahmen zu entwickeln, um diese zu kontrollieren und auch in der Zukunft zu vermeiden. Die Gefährdungsanalyse beinhaltet dabei mehrere Schritte, von der Erfassung der gesamten Trinkwasser-Installation bis hin zur Überwachung und Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen.
Gefährdungsanalyse in der Praxis
Die Durchführung einer Gefährdungsanalyse erfolgt in der Praxis in mehreren Schritten. Anbei geben wir Ihnen einen Einblick, welche zentralen Vorgänge dabei essentiell sind und wie wir von der Activ Consult Berlin GmbH diese umsetzen.
- Besichtigung und Erfassung der Trinkwasser-Installation
Im ersten Schritt werden alle zentralen Daten über die Trinkwasser-Installation gesammelt und die technischen Anlagen vor Ort von unserem Fachpersonal besichtigt und bewertet. Dabei werden sowohl die Anlagentechnik als auch die Anlagenführung von uns inspiziert. Dazu zählen die vorhandenen Anlagendokumentationen, die Betriebsführung, Wartungsberichte, Investitionsplanungen, Planungsunterlagen, die Dimensionierung der Anlagen und die Inspektion des bautechnischen beziehungsweise anlagentechnischen Zustands.
- Identifizieren des Gefährdungspotenzials
Nachdem alle grundlegenden Informationen zur Trinkwasser-Installation erfasst wurden, werden mögliche Gefährdungen, die von dieser ausgehen können, identifiziert. Dabei werden die Risiken, die von bakteriellen oder chemischen Verunreinigungen sowie physischen Veränderungen im Rohrnetz ausgehen können, untersucht. Dafür bestimmen wir von der activ consult berlin GmbH die Probenahmestellen und koordinieren die weiterführende Probenahme und die Untersuchung dieser mit einem unabhängigen Labor.
- Bewertung des Gefährdungspotenzials
Anschließend werden die möglichen Risiken, die von der Trinkwasser-Installation ausgehen können, beurteilt. Es wird bewertet, wie hoch das Risiko der jeweiligen Gefährdungen ist und welche Folgen dies für die Trinkwassersicherheit mit sich bringen würde. Dazu zählt auch die Bewertung der zuvor untersuchten Probenahmen des Labors. Wir von acb bewerten die Ergebnisse für Sie und nehmen dabei insbesondere den Legionellenwert in den Fokus.
- Entwicklung von Maßnahmen
Um die festgestellten Risiken zu kontrollieren und zu minimieren, werden entsprechende kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen entwickelt. Mögliche Lösungen können die Schulung von Personal oder Sanierungsmaßnahmen sein. Wird bei den Laborergebnissen eine Grenzwertüberschreitung festgestellt, helfen wir von acb mit Sofortmaßnahmen, wie dem Einsatz von endständigen Filtern und einer darauffolgenden Desinfektion, weiter. Dabei passen wir die Maßnahmen individuell an Ihre Trinkwasser-Installation und potenzielle sowie bereits vorhandene Gefährdungen an.
- Überwachung der erfolgten Maßnahmen
Um die Risiken dauerhaft zu minimieren, gilt es, regelmäßige Überwachungen der erfolgten Maßnahmen durchzuführen und ihre Wirksamkeit zu kontrollieren. So kann überprüft werden, ob die Maßnahmen die Sicherheit Ihres Trinkwassers auch dauerhaft gewährleisten können und eventuell mögliche Korrekturmaßnahmen nötig sind.
Fazit zur Gefährdungsanalyse
Laut dem DVGW werden die Sanierungsmaßnahmen einer belasteten Trinkwasser-Installation in folgende Bereiche unterteilt: betriebstechnische, bautechnische und verfahrenstechnische Maßnahmen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Einblick in die jeweiligen Bereiche und Möglichkeiten:
Ihre Vorteile einer Gefährdungsanalyse mit acb
Wir von der activ consult berlin GmbH reagieren schnell in Notfällen. Wir übernehmen für Sie alle erforderlichen Schritte nach den Vorgaben aus der Trinkwasserverordnung: von der Koordination und Bewertung von Probenahmen in Zusammenarbeit mit akkreditierten Laboren, über das Erstellen von Gefährdungsanalysen und der Koordinierung/Überwachung von Sanierungsmaßnahmen bis hin zur Bekämpfung von Auffälligkeiten im Trinkwasser. Gerne beraten wir Sie persönlich, begleiten Sie durch jeden einzelnen Schritt und finden für Sie die besten Maßnahmen im Kampf gegen Legionellen und andere potenzielle Gefährdungen in Ihrem Trinkwasser.
von admin-SRannetsberger | Sep. 23, 2024 | Trinkwasserhygiene
Bei einem verstärkten Auftreten von Legionellen im Trinkwasser ist es wichtig, sofort beseitigende Maßnahmen einzuleiten sowie durch vorsorgende Maßnahmen einen Befall in der Zukunft zu vermeiden. Um eine Legionellenkontamination erfolgreich zu bekämpfen, muss eine sinnvolle und innovative Sanierung der Mängel erfolgen. Erfahren Sie in diesem Artikel, was die Ziele und einzelnen Schritte einer Sanierung sind und wie wir von der Activ Consult Berlin GmbH Sie mithilfe unserer Sanierungsbegleitung bei der fachgerechten Umsetzung unterstützen.
Ziel der Sanierung
Basierend auf den Ursachen der Legionellenkontamination, ist das Ziel jeder Sanierung, die Gebrauchstauglichkeit der Trinkwasser-Installation wieder dauerhaft sicherzustellen. Es soll also wieder ein bestimmungsgemäßer Betrieb der Anlage entsprechend den Anforderungen der Trinkwasserverordnung möglich werden. Erst wenn folgende Punkte zustimmen, kann von einem bestimmungsgemäßen Betrieb gesprochen werden:
- Die Trinkwasser-Installation wird planungsgemäß betrieben.
- Stagnation wird durch regelmäßige Wasserentnahme vermieden.
- Die Trinkwasser-Temperaturen für warmes und kaltes Wasser werden eingehalten.
- Die Instandhaltungs- und Wartungsintervalle werden eingehalten.
Sanierungsmaßnahmen einer Trinkwasser-Installation
Laut dem DVGW werden die Sanierungsmaßnahmen einer belasteten Trinkwasser-Installation in folgende Bereiche unterteilt: betriebstechnische, bautechnische und verfahrenstechnische Maßnahmen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Einblick in die jeweiligen Bereiche und Möglichkeiten:
- Betriebstechnische Maßnahmen: Betriebstechnische Maßnahmen sind am einfachsten und schnellsten durchzuführen, da hierbei keine Eingriffe in das Trinkwassersystem notwendig sind. Hierbei werden alle Vorgänge mit dem Ziel der Anlagenoptimierung zusammengefasst.
- Bautechnische Maßnahmen: Hierzu werden alle technischen Eingriffe in die gesamte Trinkwasser-Installation oder einzelne Teile davon gezählt. Unter diese Maßnahmen fallen beispielsweise der Rückbau von stagnierenden Leitungen, die Erhöhung der Dämmstärke oder das Nachrüsten geeigneter Regelventile mit hydraulischem Abgleich.
- Verfahrenstechnische Maßnahmen: Zu den verfahrenstechnischen Maßnahmen zählen wiederkehrende Maßnahmen, wie die thermische und chemische Desinfektion oder permanente Maßnahmen, wie die UV-Bestrahlung oder Ultrafiltration. Dabei ist auch eine Kombination der einzelnen Verfahren möglich, um eine schnelle Abtötung beziehungsweise Inaktivierung der Legionellen zu ermöglichen und die Trinkwassersicherheit zu erhöhen.
Fakt ist: Um eine erfolgreiche Sanierung durchzuführen, ist eine einzelne dieser Maßnahmen nicht ausreichend. Je nach Trinkwasser-Installation ist stets eine individuelle Kombination der Sanierungsmaßnahmen nötig, um sinnvolle Ergebnisse zu erreichen.
Ablauf der Sanierung
Die Grundlage einer jeden Sanierung bildet eine Gefährdungsanalyse. Anhand dieser werden die Quellen und Ursachen einer Legionellenkontamination zunächst erkannt und identifiziert. Für die weitere Umsetzung werden erforderliche Maßnahmen festgelegt, die das Problem der Legionellenkontamination langfristig beseitigen. Als Sofortmaßnahme können wir auf Kennzahlen aus bereits durchgeführten Sanierungen zurückgreifen, um ein Sanierungsbudget zu evaluieren. Nach der Mittelfreigabe durch den Eigentümer/Verwalter werden notwendige Angebote für die Sanierung eingeholt und fachlich bewertet. Dabei wird eng mit den jeweiligen Installationsfirmen zusammengearbeitet, um passende technische Lösungen zu finden und die Vorgehensweise vor Ort zu bestimmen.
Nachdem die einzelnen Maßnahmen bestimmt wurden, geht es an die Umsetzung. Nun werden erforderliche bauliche Maßnahmen, wie der Rückbau von Totleitungen oder Stagnationsstrecken bis hin zum Austausch oder der Instandsetzung von Bauteilen und Armaturen ausgeführt. Je nach Maßnahmenplan kann auch die Reinigung und Desinfektion der Trinkwasser-Installation nötig sein. Dies ist aber nur dann wirksam, wenn bereits alle Stagnations- und Totleitungen entfernt wurden und jeder Bereich der Trinkwasser-Installation erreicht werden kann. Nach Abschluss der Sanierung gilt es, einen dauerhaften bestimmungsgemäßen Betrieb sicherzustellen und regelmäßige Überprüfungen durchzuführen.
Sanierungsbegleitung mit acb
Wir von der activ consult berlin GmbH haben ein Auge auf Ihre Sanierung. Anhand der Ergebnisse der Gefährdungsanalyse und der finanziellen Möglichkeiten helfen wir Ihnen dabei, die Prioritäten für die Sanierung festzulegen. Mithilfe unserer Sanierungskennzahlen führen wir für Sie eine Kostenschätzung durch. Durch das Einholen und Bewerten von verschiedenen Angeboten für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen schaffen wir Planungssicherheit.
Wir begleiten die Sanierung bei jedem Schritt vor Ort und führen durch ein Langzeit-Temperatur-Monitoring und Probenahmen regelmäßige Sanierungskontrollen durch. Nach erfolgter Sanierung nehmen wir die Baumaßnahmen durch eine Kontrolle des Aufmaßes und der Abschlussrechnung für Sie ab.
Ihre Vorteile einer Sanierungsbegleitung mit acb
Durch unsere jahrelange Expertise und Objektkenntnisse erhalten Sie eine qualifizierte und fundierte Sanierungsbegleitung in allen anfallenden Punkten. Wir sind mit sämtlichen aktuellen und relevanten Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Anforderungen an Ihre Trinkwasser-Installation vertraut und greifen in unserer Zusammenarbeit auch auf unser Netzwerk an Partnern und Experten für einzelne Bereiche zurück. So stellen wir sicher, dass die Sanierung Ihrer Trinkwasser-Installation erfolgreich vonstattengeht – und sauberes sowie sicheres Trinkwasser für alle Verbraucher auch in Zukunft garantiert ist.
von admin-SRannetsberger | Sep. 23, 2024 | Trinkwasserhygiene
Laut der Trinkwasserverordnung muss Wasser „geeignet sein, ohne Gefährdung der menschlichen Gesundheit getrunken oder verwendet zu werden“. Ab wann eine Gefährdung durch Trinkwasser möglich ist, wird durch entsprechende Grenzwerte im Regelwerk festgelegt. Zu beachten ist jedoch, dass die Trinkwasserverordnung demnächst aufgrund einer neuen Richtlinie des Europäischen Parlaments geändert und aktualisiert wird und sich somit auch die Maßnahmenwerte ändern werden. Diese gilt es als Betreiber einer Trinkwasser-Installation regelmäßig anhand von Probenahmevorschriften und Untersuchungsmethoden überprüfen zu lassen. Wir von der acb GmbH geben Ihnen in diesem Artikel einen Einblick in die Vorgehensweisen der Beprobung einer Trinkwasser-Installation und welche Punkte hierbei zu beachten sind.
Vorschriften zur Beprobung von Trinkwasser-Installationen
Bei der Probenahme von Trinkwasser ist es wichtig, dass diese nur von geschultem und qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt wird. Von den Behörden werden nur aussagekräftige und professionell genommene Proben anerkannt, die in einem akkreditierten Labor untersucht wurden. Dabei können sich – je nach Auftrag der Untersuchung und dem Verwendungszweck der Beprobung – die Häufigkeit und die Merkmale der Probenahme unterscheiden. Allgemeingültig ist jedoch, dass die Probenahme sich an die anerkannten Regeln der Technik hält und repräsentativ sein muss. Das heißt, instabile Die Vorschriften zur Probenahme für mikrobiologische Analysen, wie für Legionellen, aus Trinkwasser-Installationen werden im Regelwerk aufgeführt. Um eine aussagekräftige Probenahme von Legionellen zu erhalten, ist die Wahl einer geeigneten Probenahmestelle entscheidend. Um die entsprechenden Stellen festzulegen, muss sich zunächst ein detaillierter Überblick über die Trinkwasser-Installation verschafft werden. Bei einer orientierenden Untersuchung schreiben die Richtlinien vor, dass die Anzahl der erforderlichen Proben so zu wählen ist, dass „jeder Steigstrang erfasst wird. Zusätzlich ist eine Probe am Austritt des Trinkwassererwärmers (Warmwasserleitung) und eine Probe am Eintritt in den Trinkwassererwärmer (Zirkulationsleitung) zu nehmen.“
Um eine umfassende Untersuchung auf Legionellen durchzuführen, können auch noch weitere Probenahmestellen nötig sein. Dies hängt ganz vom Zweck der Beprobung ab und davon, ob Ihre Trinkwasser-Installation bereits untersucht wurde oder schon zuvor ein Legionellenbefall festgestellt wurde. Durch eine weitergehende Beprobung kann das Ausmaß der Kontamination genau festgestellt und eine Grundlage für entsprechende Maßnahmen geliefert werden. Zusammengefasst gilt: Je nach Größe, Ausdehnung und Verzweigung der Trinkwasser-Installation muss die Anzahl der erforderlichen Proben daran angepasst werden.
Fragestellung und Zweck der Beprobung
Bevor eine Beprobung der Trinkwasser-Installation erfolgen kann, gilt es, eine exakte Fragestellung zu definieren. Erst wenn klar ist, welcher Zweck mit der Untersuchung erreicht werden soll, kann eine richtige Auswahl der entsprechenden Parameter, Probenahmestellen und Probenahmeverfahren erfolgen. Im Regelwerk DIN EN ISO 19458 werden aktuell für die mikrobiologische Untersuchung die Zwecke a), b) und c) festgelegt. So wird beispielsweise bei Zweck a) das Wasser in der Hauptleitung beurteilt und eine gründliche Spülung vor der Probenahme benötigt. Bei Zweck b) wird überprüft, ob an den Entnahmearmaturen Wasser bereitgestellt werden kann. Hierfür wird ohne Strahlregler gemessen und der Auslassbereich der Armatur desinfiziert, da sich daran häufig Bakterien anhaften, die das Ergebnis verfälschen können. Bei Zweck c) wird wiederum geklärt, ob der Nutzer des Trinkwassers das Wasser aus der Armatur ohne Risiko verwenden kann. Dafür wird das Wasser im Vergleich zu Zweck b) direkt über den Strahlregler und ohne Desinfektion der Armatur gemessen.
Trinkwasseruntersuchung mit acb
Bei der richtigen Beprobung von Trinkwasser kommt es vor allem auf den Zweck der Beprobung und qualifiziertes Personal an. Wir von der Activ Consult Berlin GmbH nehmen Ihr Trinkwasser genauestens unter die Lupe. Im Laufe einer Trinkwasseruntersuchung legen wir zunächst die notwendigen Trinkwasser-Parameter und Zeiträume für die Beprobung mit dem Auftraggeber fest. Anschließend bestimmen und kennzeichnen wir die Entnahmestellen für die Beprobung und koordinieren sämtliche Termine mit dem Auftraggeber und allen Beteiligten. Wir koordinieren die Probenahme professionell für Sie und arbeiten bei der Probenahme und Analyse nur mit akkreditierten Laboren zusammen. Die Laborergebnisse werden nach der Bewertung von uns aufgearbeitet und in einem Bericht zur Trinkwasseruntersuchung mit einem einfachen Ampelsystem verständlich dargestellt. Darin erhalten Sie zudem Informationen für weitere Maßnahmen im Falle einer Grenzwertüberschreitung. Wenn Sie es wünschen, informieren wir die Mieter über die Ergebnisse und übernehmen die Abstimmungen mit dem jeweiligen Gesundheitsamt.
Sie wollen eine Beprobung Ihres Trinkwassers durchführen oder haben Fragen dazu? Wir von acb sind Ihre Experten dafür.